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Der Knoten ist geplatzt.

Kennt ihr das, das einfach nichts vorwärts geht? Irgendetwas blockiert einfach Alles. So hab ich mich gefühlt. November, Dezember und der Großteil vom Januar, dümmpelten einfach so vor sich hin und nichts tat sich. Ich konnte nichts tun! Ständig sagte ich mir, dass ich dieses oder jenes morgen erledigen würde, aber nichts tat ich am nächsten Tag. Gut, mit Schule im Lockdown ist der Tag gut gefüllt manchmal turbolent und anstrengend und manchmal einfach nur schnell vorbei. Aber es funktioniert.
Letzte Woche stand ich unter Dusche und der Knoten platzte einfach. Ich weiß wieder wo ich stehe und wo ich hin will. Ich fühle mich nicht mehr ständig mit dem ausgelastet mit dem was der normale Tag so bringt.
Ich machte mich fertig und nahm das Telefon in die Hand. Zuerst rief ich die Krankenkasse an. Wie ist das wenn ich mich selbstständig melde? Kann ich familienversichert bleiben? Muss ich mich selbst versichern?
Dann rief ich im Rathaus an und informierte mich über den Antrag für die Selbstständigkeit. Wie geht das in Corona-Zeiten? Muss ich persönlich hin? Muss ich den Antrag abholen kann ich ihn runterladen?
Die Dame war sehr nett und erklärte mir, dass ich den Antrag auf der Website der Stadt fände, runterladen könne und ihr dann bitte mit Kopie des Personalausweises zu mailen solle.
Gesagt getan. Ich füllte den Antrag aus und mailte ihn, mit Kopie des Ausweises, ins Rathaus. Nun bin ich gespannt, wann ich Antwort bekomme! Ich habe als Beginn den morgigen Montag den 01.02.2021 eingetragen. Damit wäre ich, ab morgen, meine eigene Chefin. Klingt irgendwie verrückt.
Die ganzen letzten Monate, in denen mir die Ideen zu diesem Schritt durch den Kopf gingen. Ich mit dem Dad der Kids, meinem Freund, meinem großen Sohn und auch mit meinem Vater darüber redete, war es genau das, eine Idee!
Jetzt ist es Realität. Ich bin meine eigene Chefin und darf meine ganzen verrückten Ideen ausprobieren. Das fühlt sich immer noch riesig an und nicht wirklich greifbar. Trotzdem bin ich so stolz diesen Schritt getan zu haben und freu mich auf das was vor mir liegt.
Ich muss verrückt sein! 4 Kids, Abitur und nun noch dieses Projekt zusammen zu bringen. Dennoch bin ich felsenfest davon überzeugt es zu schaffen. Es fühlt sich gut an, richtig und rund. Ich habe wundervolle Menschen in meinem Leben die an mich glauben und mich unterstützen.
Nun heißt es für mich: Auf in ein verrücktes sicher tolles und turbolentes Jahr 2021.

Bleibt gesund

Pauline

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Wenn ich zu früh aufstehe – eine Jahresabrechnung

Wann bin ich zuletzt um diese Uhrzeit so wach gewesen?

“Mama, ich hab Nasenbluten.” ,waren die Worte meiner großen Tochter die mich vor 2 Stunden geweckt haben. Mein Gott really, um diese Zeit?
Seit dem wälzte ich mich im Bett hin und her bekam die Ehre, gerade eingeduselt wohlbemerkt, als Kopfkissen für den Jüngsten zu dienen. Mist! Wieder wach!!! Okay, dann pfeif ich auf die Zeit und steh auf. Hier bin ich also um halbfünf am Montagmorgen vor Weihnachten mit meinem Kaffee und schreibe. Yeah, das war unbedingt, dass was ich wollte!
2020 du stinkst, zieh endlich ab!
Wird 2021 anders? Keine Ahnung! Es wird halt 2021, dessen bin ich mir sicher. Aber nein Spaß beiseite. War 2020 schlecht? Klar es wird als DAS Pandemiejahr in die Jüngere Geschichte eingehen. Das Jahr in dem COVID-19 seinen Weg zum Menschen fand, als das Jahr in dem das “normale” Leben anders normal wurde und das öffentliche Leben der Welt, von einem Virus lahm gelegt wurde, aber war es schlecht, dieses Jahr? Klares Nein von mir! Dieses Jahr war anders. Es war ein chaotisches Jahr, bis hierher! Aber es war auch ein Jahr in dem ich viel über mich gelernt habe. Aber mal von Vorn.
Diese Jahr war schwer, keine Frage, aber nicht schlecht!

Ich wurde im Januar Oma, von einem wundervollen kleinen Menschen, der seither das Leben meines Ältesten auf den Kopf stellt. Ich durfte dabei sein, als er das Licht dieser Welt erblickte und es war einer der schönsten Momente, die ich erlebt habe!
Ich bekam für meinen Mittleren, die Diagnose Lese-Rechtschreib-Störung und ADS. Sicher einer der blöderen Momente in diesem Jahr, aber so what, wir schaffen das!
Der erste Lockdown, der im März kam, war für uns garnicht so schlecht! Ich habe es gerockt drei Kinder, in verschiedenen Klassen, zu unterrichten! Dieses zu Hause bleiben, gab mir die Möglichkeit meine Kinder zu stärken und zu sehen wie stark ich selber bin. Ja es war kräftezehrend, aber stämmbar. Meine Große schöpfte die Kraft, den Schulwechsel auf das Gymnasium, als Neuanfang zu sehen und wieder zur Schule zu gehen ohne permanente Angstattacken. Der Schulwechsel des Mittleren, auf die Schule seiner kleinen Schwester, brachte ihn zu einer wundervollen Lehrerin, die ihm den Spaß am lernen zurückbrachte und am Lesen. So sehr, dass er sich sogar ein Buch zu Weihnachten wünscht. Die Kleine hat keine Lerndefizite und die Klassenlehrer waren froh gleich richtig in die zweite Klasse starten zu können. Alles positive Dinge, die der erste Lockdown möglich machte.
Mitten in dieser Zeit und nach unzähligen Gesprächen mit meiner Freundin Betty (mit der ich für euch noch an einem Podcast arbeite), entschloss ich mich, im April, nach 20 Jahren noch einmal, mit mein WW von Wheight Watchers anzufangen. In der Zeit, als Andere verzweifelt zum Essen griffen, fing ich an mich wieder mit meinem Essen zu beschäftigen und bin bis Stand heute, unfassbare 18kg leichter. Statt 110kg bringe ich noch knapp 92kg auf die Waage. Wenn ich das so lese bin ich unheimlich stolz auf mich, Betty, meinem Freund und dem Vater meiner Kids unheimlich dankbar für ihre Unterstützung. Aber ich habe es geschafft diese 18kg abzunehmen. Das ist so toll! Weight Watchers war für mich die richtige Entscheidung.
Ich habe gelernt wieder positiver auf mich selbst zu schauen! Ich habe mich auch mutig dazu entschieden meine Kinder nun alle den ganzen Tag betreuen zu lassen. Ich habe meine Grenzen gefunden im ersten Lockdown! Aber ich habe auch gesehen, dass ich JETZT etwas für mich tun will, ausser mein Abitur.
Also habe ich den Jüngsten mutig in der Kindertagesstätte angemeldet, die Kleine und den Mittleren, sowie die Große in der Ganztagsbetreuung! Das war als Startschuss gedacht und zog mir doch so den Boden unter den Füßen weg, dass ich immer noch nicht wieder sicher stehe. Nach 10 Jahren, in denen ich immer und zwar wirklich immer, ein oder zwei Kinder um mich hatte war da Nichts. Stille, Ruhe, NICHTS.
Alle Strukturen weg! Ich hatte ja gedacht, dass der Anfang schwer würde, aber nicht, dass er mich so von den Füßen holt. Die ersten 2 Wochen war die Stille in der Wohnung erdrückend. Ich hatte wirklich ein depressives Loch! Jetzt komm ich langsam wieder daraus hervor gekrochen. Ja es ist hell und schön und nicht schlecht ohne Kinder für 8 Stunden. Nächstes Ziel ist es nun meine Balance wiederzufinden. Aber wie war das? Ich schaffe es, ganz bestimmt. Außerdem sind da auch soviele tolle neue Ideen. Mein Twitch-Kanal PaulinesWelten, der Podcast von PaulinesWelten und noch einige Ideen mehr.
2020 war turbolent, anders in vielem neu, aber sicher nicht schlecht.

Trotzdem 2020 zieh ab du stinkst!!! 2021 wird neu spannend und aufregend und ich freu mich auf meine Projekte.

Eure Pauline